Mein Business: "Das Wichtigste war, das wir total Lust darauf hatten"

02.07.2018

Joseph Kapp-herr erzählt von seinem Social Business "Sindbad", dass er mit seinem Kollegen Andreas Lechner gegründet hat.

Stellen Sie uns bitte Ihr Unternehmen in 2 Sätzen vor.

Joseph Kap-herr: Sindbad ist ein Chancengeber für Jugendliche und junge Menschen und versucht eine Plattform zu schaffen, von der alle Stakeholder gleichermaßen profitieren. In unserem Mentoring-Programm bekommen junge Führungskräfte unterschiedlicher Unternehmen sowie auch Studierende die Möglichkeit, ihre sozialen Kompetenzen zu schärfen. Gleichzeitig soll für SchülerInnen der neuen Mittelschule eine bestmögliche Vermittlung in den Arbeitsmarkt gewährleistet werden und eine geringere Arbeitslosenquote bei Jugendlichen erzielt werden.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen – und wann stand fest: Wir gründen eine Firma?

 

Kap-herr: Verantwortung zu übernehmen ist mir seit meiner Kindheit schon ein großes Anliegen. Das Unternehmen Sindbad habe ich erst mit meinem Kollegen Andreas Lechner in Gesprächen erarbeitet – es war nicht von Anfang an klar, was wir genau gründen wollen. Wir wussten nur, dass wir aktiv werden wollen. Der wichtigste Motor für uns beide war: Wir möchten etwas tun und wir wollen unseren Beitrag auf eine Weise leisten, die es, in unseren Augen, so noch nicht gibt: Ein Unternehmen, das vor allem auf enge zwischenmenschliche Zusammenarbeit baut.

Sie haben Politikwissenschaften an der Universität Wien studiert. Inwiefern hat ihr Studium beim Weg in die Selbstständigkeit eine Rolle gespielt?

Kap-herr: Das Studium hat mir in Sachen Gründung gar nicht geholfen, dafür als Mensch umso mehr. Ich habe es genossen, dass die Politikwissenschaft auf der Uni Wien einen stark philosophischen Einschlag hatte. Das hat mir geholfen, unsere Gesellschaft zu hinterfragen und auf unterschiedlichen Ebenen stärker ins Detail gehen zu können. Das war für die Gründung von Sindbad und die einhergehenden gesellschaftspolitischen Fragestellungen, wie zum Beispiel soziale Mobilität und die Verteilung von Produktionsmitteln, enorm hilfreich und wichtig.

Das ganze Interview mit Joseph Kap-herr lesen Sie hier.

Im Dossier "Mein Business" stellen Alumni der Universität Wien ihr Start-up vor und verraten Tipps und Tricks für (zukünftige) GründerInnen. Das Dossier läuft in Kooperation zwischen dem uni:view Magazin und der DLE Forschungsservice und Nachwuchsförderung und dem Alumniverband.

Steckbrief
Name:Joseph Kapp-herr
Alter:27
Studium:Politikwissenschaften
Gründungsjahr:2016
Mein Business:Sindbad - Social Business
Mein Motto:"Die Erfahrung hat keinerlei ethischen Wert. Sie ist nur ein Name, den die Menschen ihren Irrtümern verleihen." (Oscar Wilde)

Mein Tipp für GründerInnen:

Vernetze dich mit anderen GründerInnen!

Link zur Webseite

www.sindbad.co.at/team