Mein Business: "Vieles lernt man erst im Tun"

16.01.2017

Die eigenen Ideen lassen sich leichter umsetzen, wenn man auf ein gutes Netzwerk zurückgreifen kann, sagt Katharina Brandl: Die Uni Wien-Absolventin (Politikwissenschaft und Kunstgeschichte) ist heute Co-Obfrau des Frauennetzwerks "Sorority" und Co-Geschäftsführerin des "Business Riot Festivals".

uni:view: "Sorority" und "Business Riot Festival" – was verbirgt sich dahinter?
Katharina Brandl:
"Sorority" ist ein Verein, ein Frauennetzwerk, in dem es um Arbeitsmarktthemen und Unternehmerinnentum geht. Das Festival "Business Riot" führt dies auf eine kommerziellere Schiene, mit Angeboten zu allen möglichen arbeitsmarktrelevanten Themen – Workshops, Podien und diskursiveren Formaten. Meine Geschäftspartnerin ist Therese Kaiser, mit ihr habe ich schon mehrere Projekte gemeinsam umgesetzt.

uni:view: Wie sind Sie auf die Idee gekommen – und wann stand fest: Wir gründen eine Firma?
Brandl: Es war kein bestimmter Moment oder Zeitpunkt, eher ein grundsätzlicher Impetus, die eigenen Ideen umsetzen zu wollen. Für uns war die Gründung ein relativ logischer Schritt. Für jede Idee braucht es natürlich die passende Form – abhängig davon, was man erreichen will. Bei unserem Netzwerk war es zum Beispiel sinnvoll, es als Verein mit einem breiten Vereinsvorstand zu organisieren; die Agentur, die Therese und ich gegründet haben, ist wiederum eine GesBR (Anm.: Gesellschaft bürgerlichen Rechts).

Das ganze Interview mit Katharina Brandl lesen Sie hier.

Im Dossier "Mein Business" stellen Alumni der Universität Wien ihr Start-up vor und verraten Tipps und Tricks für (zukünftige) GründerInnen. Das Dossier läuft in Kooperation zwischen dem uni:view Magazin und der DLE Forschungsservice und Nachwuchsförderung.

Steckbrief
Name:Katharina Brandl
Alter:30
Studium:Politikwissenschaften und Kunstgeschichte (Universität Wien), Critical Studies (Akademie der bildenden Künste), aktuell: Doktorat Kunstgeschichte (Universität in Basel)
Gründungsjahr:2013
Mein Business/Position:Co-Obfrau von Sorority und Co-Geschäftsführerin des Business Riot Festivals
Mein Motto:Solidarity, Sister!

Mein Tipp für GründerInnen:

GründerInnen müssen einen sinnvollen Mittelweg gehen können: Visionär denken, aber manchmal auch pragmatisch handeln; den risikoaffinen BeraterInnen ebenso zuhören, wie den risikoaversen Vertrauten.